Übungen des Tai Chi

Keine Kampfkunst wurde als System oder Stil geboren. Jede Kampfkunst ist ein Ergebnis von Jahrhunderte zusammengetragenes Wissen. Sie haben sich über eine sehr lange Zeit entwickelt und sie entwickeln sich auch noch heute weiter. Es gab und gibt Ideen die genial sind und weiterleben, es gibt auch Ideen die nicht zu gebrauchen sind, diese sterben früh.

Die entstandenen Formen des Tai Chi sind eine Essenz aus verschiedenen Kampfkünsten, verarbeitet und geformt zu den heutigen Formen. Diese sind eine Synthese aus Kampftechniken und den Erkenntnissen der traditionellen chinesischen Medizin (TCM).  In allen Tai Chi Stilen unterscheidet man in Hand- und Waffenformen.

In unserer Schule wird zur Zeit nur die "Lange Yang Form" gelehrt. Diese hat 85 oder auch 108 Sequenzen, je nach Zählweise. Man teilt die Form in drei Teile:

 

1. Die Erde (ca. 25 Abläufe)
Der erste kürzeste Teil mit seinen wichtigen Grundtechniken ist ideal für den Einstíeg. Er enthält die wichtigsten Bewegungen der Selbstverteidigung. Die Bewegungsrichtungen sind klar, noch gibt es keine Schritte in die Schrägen. Der Stand ist erdverbunden und stabil, man richtet die Schwerkraft zur Erde aus, es gibt noch keine tiefen Stellungen.
2.  Der Himmel (ca. 60 Abläufe)
Länger als Teil eins, man lernt sich aufzurichten und dem Körper Raum zu geben. Man verbindet das Ying aus dem ersten Teil mit dem Yang des zweiten Teils (Himmel). Die Bewegungen werden etwas schwieriger, man erlernt Diagonal- und Seitenbewegungen, es kommen Fußtechniken dazu.
Die Techniken der Verteidigung werden verbessert und erweitert.
4. Der Mensch (ca. 80 Abläufe)
Im längsten Teil sind viele Wiederholungen, wenige neue Bewegungen, aber der Variantenreichtum erweitert sich. Es kommen einige tiefere Stellungen (z.B. Schlange) dazu. Man bewegt sich zwischen den Kräften der Erde und des Himmels.

.......weiteres demnächst.


Die Gesundheitswirkungen des Tai Chi Chuan

Unter den Schülern des Tai Chi findet man alle Berufsgruppen. So auch Künsterberufe wie: Musiker, Maler, Tänzer und Schauspieler. Alle haben einen Weg gesucht und gefunden, um ihre Koordinationsfähigkeit und das Gleichgewicht zu verbessern und nicht zuletzt Entspannung zu finden. Schüler, die krank waren, oder sind, haben einen Weg gefunden, etwas für ihren Körper zu tun, ohne ihn übermäßig zu belasten. So haben auch Menschen eine Chance, die körperlich etwas mehr Gewicht haben als andere. Sie finden im Tai Chi die Möglichkeit, dem Körper gelenkschonende Bewegung zu geben.

Man kann beim üben von Tai Chi wieder Gelassenheit erlernen und vor allem das Gefühl zurückgewinnen, Zeit zu haben. Dieses ist in der heutigen Zeit leider verloren gegangen und eines der größten Krankheitsförderer.


 

 

 

 

 

 

 

 

Foto 1: © Vitaliy Pakhnyushchyy - Fotolia.com ----- Foto 2: © Thaut Images - Fotolia.com ----- Foto 3: © Susanne Güttler - Fotolia.com